Abenteuer Hausbau - unser Tagebuch für den Monat Dezember 2004

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1. Dezember 2004
Der erste Dezember began gleich mit einem Riesenknall. Die Firma, die unser Haus baut, hat sich mit Wirkung zum 8. Dezember an eine andere Firma verkauft. Diese andere Firma hat ihren Hauptsitz im Rhein-Main Gebiet und vertreibt Immobilien. Der Grund des Verkaufs sind finanzielle Engpässe, es wurde dabei aber ausdrücklich betont, dass es keine Insolvenz sei!

Fakt ist, dass unsere (Ex)baufirma rund 50 Haus-Baustellen betreibt. Von den Bauherren dieser Baustellen fehlen noch rund 350.000 Euro an Abschlagszahlungen, an Verbindlichkeiten selbst hat die Firma rund 180.000 Euro gegenüber Handwerkern. Mit anderen Worten gesagt, unsere (Ex)baufirma kann die Handwerker und Baufirmen nicht bezahlen, weil die Bauherren die Abschlagszahlungen nicht pünktlich überweisen. Diese Summen müssen sich in den letzten Wochen und Monaten zunehmend angesammelt haben, bis es keinen Ausweg mehr gab.

Eigene Nachforschungen z.B. bei der Elektrofirma ergaben, dass diese Firmen bis jetzt noch kein Geld bekommen haben für ihre Dienstleistungen an unserem Haus, obwohl wir selbst das Geld pünktlich an unsere (Ex)baufirma überwiesen hatten. Diese Firmen vertreten nun den (verständlichen) Standpunkt, dass die Arbeiten erst dann weitergehen, wenn das bis jetzt noch nicht gezahlte Geld auf deren Konto eingeht. Stromanschluß, Heizung und Wasser gibt es also erst dann, wenn das Geld fließt oder deutliche Signale aufkommen, dass das Geld fließen wird.

Wir sitzen nun direkt dazwischen und können nichts machen, außer zu warten und die Daumen zu drücken, dass es bald eine Lösung geben wird und der Bau weitergeht. Wir halten Euch an dieser Stelle auf dem Laufenden...


22. Dezember 2004
Wird mal wieder Zeit für ein Update. Obwohl, viel neues gibt es nicht. An der Lage hat sich eigentlich kaum was geändert, es sieht im Gegenteil sogar noch etwas schlimmer aus, als am Anfang noch gedacht. Wir stellen uns schon darauf ein, dass wir kein Geld mehr zurückbekommen werden bzw. die Handwerker selbst bezahlen müssen für Arbeiten, die eigentlich schon gemacht wurden und wir als Abschlagszahlung gezahlt haben.

Trotzdem muss es ja irgendwie weitergehen. Der erste Schritt wurde Anfang der Woche unternommen, das Bauloch im Hauswirtschaftsraum wurde mit Sand gefüllt und dann mit Estrich abgedeckt. Vorher darf der Gaszähler nicht installiert werden.

Und dann haben wir heute die Treppe eingebaut bekommen. Die Treppe sieht richtig schickt aus, was man bei dem Preis aber auch erwarten durfte. Das letzte Bild zeigt unseren André, wie er vorsichtig die ersten Schritte auf der neuen Treppe unternimmt.


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